Kunsttherapie

Kunsttherapie

Was ist Kunsttherapie?

Kunsttherapie fördert die Fähigkeit des Menschen, seine Umwelt unmittelbar über die Sinne wahrzunehmen und zu begreifen. Sie setzt an einem tiefen Grundbedürfnis des Menschen an, sich gestalterisch auszudrücken und mit sich und anderen in Kontakt zu treten.

Möglichkeiten und Potenzial der Kunsttherapie für Kinder und Jugendliche

Kunsttherapie bietet Kindern und Jugendlichen einen geschützten, angstfreien therapeutischen Raum, in dem Phantasie und Kreativität angeregt werden, um eigene Ideen zu entwickeln und zu gestalten. Über das Gestalten mit flüssiger Farbe, Stiften, Tonerde, Gips und Speckstein, sowie Pappmaché etc. wird sinnliches Erleben gefördert. Darüber hinaus gilt es Freude beim Gestalten mit unterschiedlichen Materialien erleben zu können, sowie positive Erlebnisse und sichtbare Ergebnisse zu schaffen. Dadurch wird das Selbstbewusstsein gestärkt und die Angst vor Ablehnung reduziert. Gerade Jungen leiden oft unter Versagensängsten und damit auch unter Aggressionen, mit denen sie bisher nicht konstruktiv oder adäquat umzugehen wissen. Mit Hilfe der Kunsttherapie erleben sie sich erstmals als jemand der etwas kann (Gestalten, Malen, Basteln, Experimentieren und Begreifen). Ihre Neugier und der Zuspruch des Therapeuten befähigen sie zu bisher nicht erlebten schöpferischen Leistungen.

Was ermöglicht Kunsttherapie?

  • Förderung von Ressourcen
  • Förderung der Konzentrationsfähigkeit
  • Erhöhung der Frustrationstoleranz
  • Ausagieren und Abbau innerer Spannung ist möglich
  • Aggressionen können gestalterisch Ausdruck finden, ohne Schäden anzurichten
  • Unaussprechlich Erlebtes (z. B. Schmerz, Leid, Gewalt, Angst, innere Not) findet einen bildnerischen Ausdruck
  • Kennenlernen und Vertiefen und Farberleben
  • Zweidimensionales (durch Malen) bzw. dreidimensionales Umsetzen (z. B. durch Ton, Pappmaché) von Phantasiereisen

Die Kunsttherapie für Kinder kann als Gruppentherapie angeboten oder je nach Bedarf im Einzelsetting erfolgen. Eltern können im Bedarfsfall mit einbezogen werden, um einen Eindruck vom Familiensystem zu erhalten.

Die Gruppen werden altersmäßig aufgeteilt und sind als geschlossene Gruppen jeweils für 10 Therapiesitzungen konzipiert. Das heißt, nachdem sich eine Gruppe von Kindern oder Jugendlichen gebildet hat, werden die Therapieeinheiten ohne Neuaufnahme von Klienten durchgefüht.

 
kjp-angelika-batzakidisAngelika Batzakidis